Altcoins

Im Zusammenhang mit Kryptowährungen fällt immer wieder der Begriff der Altcoins. Grundsätzlich ist es so, dass die Einheiten einer Kryptowährung oder umgangssprachlich auch die Kryptowährung selbst als Coins bezeichnet wird. Bei mittlerweile über 1.000 Kryptowährungen gibt es eine Einteilung in zwei Gruppen, wobei in der einen Gruppe lediglich eine digitale Währung vertreten ist, nämlich der Bitcoin. Sämtliche andere digitale Währungen, also mehr als 1.000 Kryptowährungen, werden als Altcoins bezeichnet. Der Begriff Altcoins ist eine Abkürzung für alternative Coins und bildete sich im Laufe der Zeit, als immer mehr Kryptowährungen eben als Alternative zum Bitcoin geschaffen wurden.

Brave Software

Bei Brave Software handelt es sich um eine Softwarefirma, die im Zusammenhang mit einem ICO (Initial Coin Offering) in der Vergangenheit Schlagzeilen machte und noch heute als eine Art Vorbild dafür gilt, dass Unternehmen in kurzer Zeit viel Kapital mit einem ICO einsammeln können. Mitte des vergangenen Jahres startete Brave Software ein ICO und gab in dem Zusammenhang einen Basic Attention Token aus. Das Besondere war, dass die Token zum einen sofort für digitales Shopping innerhalb des Unternehmens eingesetzt werden konnten. Zum anderen schaffte es Brave Software über das Initial Coin Offering innerhalb von lediglich unglaublichen 30 Sekunden sage und schreibe 35 Millionen US-Dollar einzusammeln.

Cloud Mining

Mining kann entweder als Solo Mining betrieben werden oder in Form einer Beteiligung durch das sogenannte Cloud Mining. Beim Solo Mining ist es so, dass der entsprechende Miner auf sich alleine gestellt ist und in eigener Regie Hardware und Software bereithält, um die Coins zu schürfen. Das Cloud Mining ist deshalb komfortabler, weil es sich um eine Gemeinschaft handelt, denen sich Einzelpersonen anschließen können. Den großen Vorteil sehen die meisten Nutzer beim Cloud Mining darin, dass sie keine eigene Hardware halten müssen und auch keine Stromkosten anfallen. Stattdessen funktioniert das Mining in der Cloud wie eine klassische Geldanlage. Der Interessent überweist einen von ihm gewählten Betrag und beteiligt sich damit entweder als Kauf oder Miete an einer Rechenleistung. Die entsprechend seines Anteils generierten Coins werden dann als Ertrag in regelmäßigen Abständen auf das angegebene Wallet überwiesen.

Coin

Coin ist eine Bezeichnung, die man natürlich im Zusammenhang mit Kryptowährungen dauernd gehört. Mit einem Coin ist fast immer eine Einheit einer bestimmten Kryptowährung gemeint, wobei der Begriff Coin umgangssprachlich allerdings oft auch die digitale Währung als solche meint. Wenn man beispielsweise davon spricht, gestern einen Bitcoin gekauft zu haben, handelt es sich dabei um den Kauf eines Coins. Ein Coin ist demzufolge schlichtweg die kleinste Einheit einer Kryptowährung, wobei natürlich bei nahezu allen Kryptowährungen auch Anteile eines Coins gehandelt werden können. Würden lediglich komplette Coins gehandelt werden können, könnte man beispielsweise aktuell den Bitcoin nicht unter einem Preis von rund 9.000 Euro kaufen.

Ethereum Blockchain

Um Coins zu generieren sowie Transaktionen einer Kryptowährung zu verbuchen und dauerhaft nachhalten zu können, wird bei den meisten Kryptowährungen eine sogenannte Blockchain genutzt. Neben der Bitcoin Blockchain ist insbesondere die Ethereum Blockchain die führende Technologie in diesem Bereich. Im Gegensatz zur Bitcoin Blockchain wird die Ethereum Blockchain vor allem genutzt, um dort neue Coins bzw. Token aufzulegen. Vom Serviceangebot her ist die Ethereum Blockchain deutlich breiter aufgestellt als die Bitcoin Blockchain, sodass mittlerweile zahlreiche Kryptowährungen und vor allem Token auf der Ethereum Blockchain basieren.

ICO

Die Abkürzung ICO steht für Initial Coin Offering. Ein ICO ist in aller Regel mit der Ausgabe sogenannter Token verbunden, die mit Gutscheinen vergleichbar sind. Genutzt werden Initial Coin Offerings insbesondere von Start-Up-Unternehmen, um durch das Einsammeln des Kapitals bestimmte Projekte zu finanzieren. Der große Vorteil besteht beim ICO für die entsprechenden Unternehmen darin, dass die Kapitalbeschaffung sehr günstig ist und keine Regularien erfüllt werden müssen, wie es zum Beispiel bei einem Börsengang der Fall wäre. Für Anleger und Trader sind solche ICOs jedoch relativ riskant, da nicht gewiss ist, ob die ausgegebenen Token irgendwann einmal mit einem entsprechenden Gegenwert eingelöst bzw. verkaufen können.

IPO

Wenn vom ICO, dem Initial Coin Offering, gesprochen wird, fällt häufiger in dem Zusammenhang auch der Begriff IPO. Das IPO steht für Initial Public Offering und bezeichnet den Börsengang eines Unternehmens. Häufig wird ein Vergleich zwischen ICO und IPO gezogen, denn in beiden Fällen werden Anteile, nämlich entweder Aktien oder Token, ausgegeben, sodass das entsprechende Unternehmen über den Kapitalzufluss Projekte finanzieren kann. Der große Unterschied zwischen IPO und ICO besteht allerdings darin, dass es beim Initial Public Offering strengere Regularien gibt. Somit entscheiden sich heutzutage insbesondere kleinere Unternehmen und Start-Ups immer öfter für das ICO, da das IPO schlichtweg zu teuer wäre.

Mining

Die Produktion des Bitcoin und der weitaus meisten anderen Kryptowährungen findet nicht durch die Zentralbanken statt, wie es beim klassischen Zentralbankgeld, beispielsweise dem Euro, der Fall ist. Stattdessen werden Cryptocoins durch das sogenannte Mining generiert. Es handelt sich beim Mining um einen Rechenprozess, der insbesondere beinhaltet, dass bestimmte Algorithmen gelöst werden müssen. Die Belohnung für das Lösen der entsprechenden Rechenaufgabe ist dann ein Coin, der von der entsprechenden Kryptowährung produziert wurde. Die sogenannten Miner, die das Mining betreiben, benötigen allerdings spezielle Hardware, damit die komplizierten Berechnungen durchgeführt und einzelne Blöcke generiert werden können. Die erste mit dem Mining produzierte Kryptowährung war natürlich der Bitcoin, während heutzutage viele Hundert weitere Altcoins durch das Mining geschaffen werden.

Smart Contracts

Die Bezeichnung Smart Contract ist etwas irreführend, denn mit Verträgen im eigentlichen Sinne haben diese „Kontrakte“ kaum Gemeinsamkeiten. Stattdessen handelt es sich bei Contracts um eine Bezeichnung bestimmter Anwendungen sowie digitaler Vorgänge. Zunächst findet bei den entsprechenden Anwendungen eine Verifizierung zwischen zwei Parteien statt, die in aller Regel über eine Blockchain vorgenommen wird. Die Anwendung selbst führt sich anschließend automatisch aus. Im Bereich der Kryptowährungen werden Smart Contracts in erster Linie über die Ethereum Plattform genutzt, um beispielsweise Token zu generieren und anschließend auszugeben.

Token

Token werden nahezu ausschließlich bei einem Initial Coin Offering (ICO) ausgegeben. Man kann sich ein Token wie einen Gutschein vorstellen, der als solcher keinen eigenen Gegenwert hat, jedoch das Recht beinhaltet, zu einem zukünftigen Zeitpunkt eine bestimmte Leistung einzufordern oder einen Gegenwert zu vereinnahmen. Zu den Rechten, die mit einem Token verbunden sein können, zählen insbesondere nach einem ICO die Teilhabe an Unternehmen. Steigt demzufolge der Wert des entsprechenden Unternehmens, steigt in aller Regel auch der Wert des Tokens. Die meisten Token können auf speziellen Plattformen gehandelt werden und werden in aller Regel auf einen bereits existierenden Coin mit ebenfalls bereits genutzter Blockchain aufgesetzt.

Wallet

Das Wallet ist eine elektronische Geldbörse. Es ist immer dann zwingend notwendig, wenn Kryptowährungen gekauft werden sollen. Auch Personen, die als Miner tätig sind, also Cryptocoins schürfen, benötigen zum Speichern der Bestände ein Wallet. Es werden mittlerweile diverse Wallet Arten unterschieden, insbesondere Online- und Offline-Wallets. Online-Wallets gibt es von externen Anbietern, aber auch manche Cryptocoin Börsen stellen spezielle Konten zur Speicherung der Coins zur Verfügung. Die Offline-Wallets gelten mittlerweile allerdings als deutlich sicher, da kein Online-Zugriff besteht. Offline-Wallets werden vor allem in zwei Varianten angeboten, nämlich einerseits als Hardware-Wallet wie ein Ledger und zum anderen als Paper-Wallet. Um Zugriff auf das Wallet zu erhalten, benötigt man einerseits einen öffentlichen und zum anderen einen privaten Schlüssel. Mit diesen Schlüsseln kann der Inhaber in dem Wallet sowohl Kryptowährungen empfangen als auch vom Wallet aus versenden.